Wenn Diebe Gegenstände schon aus Kirchen stehlen, dann ist dies ein schlimmes Zeichen unseres Glaubens- und Werteverfalls. Vor einigen Wochen wurde ein Kelch und geweihte Hostien aus der Vechtaer Propsteikirche entwendet. Vor wenigen Tagen ein 60 cm Kerzenständer aus der Bakumer Pfarrkirche. Und heute lese ich in der Oldenburgischen Volkszeitung, dass aus der Kirche in Essen (Oldbg) ein Bischofsstab und Altarkreuz gestohlen wurde. Am einfachsten klaut man halt aus einer Kirche. Die ist eh meistens leer. Wie tief kann unsere Gesellschaft in ihrer Moral noch sinken?
Dramatische Zeichen
Donnerstag, 2. Juli, 2009 by Schorsch40 Jahre Priesterjubiläum Pfr. Honkomp
Montag, 29. Juni, 2009 by SchorschAm gestrigen Sonntag feierte der ehemalige Pfarrer der Kirchengemeinde St. Johannes Bapt. Josef Honkomp sein 40. Priesterjubiläum. Viele Bakumer waren nach Vechta in die Propsteikirche gekommen, um am Gottesdienst teilzunehmen.
Pfarrer Josef Honkomp war von 1996 bis 2008 Pfarrer in Bakum. Mitten in Umbruchzeiten hat er der Kirche in unserer Gemeinde einen wichtigen Dienst geleistet. Trotz der massiven Veränderungen hat er die Zuversicht christlichen Glaubens überzeugend den Menschen vermittelt.
Der Geistliche, der selbst Licht und Schatten im eigenen Leben erlebt hat, war immer nah bei den Menschen. Er ging auf die Menschen zu und übernahm eine Fülle von Aufgaben. Die wuchsen ständig an. Zunächst verwaltete er die Kirchengemeinden von Bakum, Carum und Lüsche. Später kam auch noch Vestrup hinzu.
Durch seine menschliche warmherzige Art lud er alle ein, auf dem Weg der Kirche zu Christus mit zu gehen. Dies erlebte ich selbst bei einem Kolpingtag. Mit meiner damaligen Freundin stand ich beim Festmarsch der Kolpinggruppen am Straßenrand. Als die Bakumer Gruppe an uns vorbei lief, winkte er uns freundlich in die Gruppe herein: “Kommt mit!”.
Pfarrer Josef Honkomp war Präses bei den meisten der vielen kirchlichen Gruppen seiner vier Kirchengemeinden und auch bei Bällen und Festen war er häufig dabei. Er nutzte immer die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch. Auch in seiner Arbeit für den Bakumer Indienkreis und der Kreuzgruppe hat sich immer stark engagiert. Zuletzt hat er mit dem Bau des Pfarrheims dafür sich eingesetzt, dass kirchliche Gemeinschaft neben dem eigentlichen Zentrum einer Pfarrgemeinde, der Kirche, einen weiteren Platz hat. Am Ende seiner Dienstzeit in Bakum wurde mit der Renovierung der Pfarrkirche in Bakum begonnen, deren 100jähriges Jubiläum gefeiert wurde.
Mit dem ständigen Anwachsen seiner Aufgaben wurden seine Pflichten immer mehr zu einer Belastung, die er im zunehmenden Alter und den damit verbundenen gesundheitlichen Problemen nicht mehr tragen konnte. Im Leben ist es oft so, dass man erst erkennt, was ein Mensch für die Gemeinschaft getan hat, wenn er nicht mehr da ist. Ich spreche sicher aus dem Herzen vieler Bakumer, wenn ich sage: Pfarrer Honkomp hat viel für Bakum getan. Wir werden in in guter Erinnerung behalten.
Seinen gestrigen Festgottesdienst konzelebrierte Pfarrer Honkomp in der vollen Propstei-Kirche mit Propst Kurt Schulte und Mitbrüdern. Darunter waren auch Pfarrer Josef Mayhaus und Diakon Michael Spliethoff. Die Männer-Schola der Vechtaer Pfarrgemeinde St. Maria-Himmelfahrt und die Georgs-Ritter sorgten für den feierlichen Rahmen. Pastoralreferentin Rita Meistermann las die Lesung. Propst Kurt Schulte würdigte die Verdienste von Pfarrer Honkomp, der sich in seiner bescheidenen humorvollen Art nach dem Gottesdienst bei ihm bedankte: “Du hast mich ja fast heilig gesprochen!”
Internet und Kinderpornografie
Sonntag, 21. Juni, 2009 by SchorschEin Postulat für die Zugangsbeschränkung krimineller Websites
Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein. Das weltweite Netz ist der Inbegriff aller Freiheit geworden. Unendliche Quellen an Wissen, Informationen, Bildern kann man per Mausklick erhalten. Seit den Zeiten, als das Internet seinen Siegeslauf begann, fasziniert mich das Netz aller Möglichkeiten. Aber es hat dunkle Seiten, die zu Recht auch aus medienpolitischer Sicht in Angriff genommen werden müssen. Den Rest des Beitrags lesen »
Ein Denk-Mal für Bakum
Freitag, 19. Juni, 2009 by SchorschNach vielen Diskussionen – Nun ist es endlich da. Ein Denkmal für Bakum. Erschaffen wurde es von dem Vechtaer Künstler Albert Bocklage. Bestellt durch die Gemeinde Bakum. Finanziert mit viel Geld von großzügigen Spendern. Zum Beispiel Spenden der Öffentlichen Versicherungen- Oldenburgische Landesbrandkasse, Handels- und Gewerbeverein Bakum und andere Sponsoren. Zur Fotogallerie …
Viele Bakumer äußerten hinter vorgehaltener Hand mit Unmut: “Wäre das viele viele Geld nicht besser in den Kindergärten, Schulen, Sportvereinen, Kinderkrippen, Bushaltehäuschen und und und … angelegt? Statt dessen schmeissen die da oben unser Geld für so einen Schwachsinn raus!“
“Ein billigeres Kunstwerk hätte es auch getan!” – “Das Kunstwerk beachtet doch niemand. Es ist einfach überflüssig! “ – Die vielen Vorbehalte lassen sich gar nicht alle vorbringen, wenn man sie aufzählen will. Wenn etwas Neues entsteht, was nicht einen ökonomischen Zweck erfüllt, sind die Leute immer skeptisch.
Nun steht es da, wie ein Monument. Kam mit einem Hoff-Kran hereingeschwebt wie ein riesiger Vogel. Nun können die Leute sich richtig dran reiben und ärgern. Oder sich dafür interessieren, was es eigentlich erzählen will. Geschichten aus Bakum, zum Beispiel. Vom alten Pferdemarkt, der hier einmal abgehalten wurde. Von Handel- und Landwirtschaft. Von einer landwirtschaftlichen Kornbrennerei. Von neun Adelssitzen, die es hier einmal gegeben hat. Wer sich dafür interessiert, wer sich einmal darauf einlässt, der erkennt, das Bakum viel mehr zu bieten hat, was er ursprünglich mal dachte.
Geld kommt und geht. Es wäre nicht so reichlich geflossen, wenn die Statue nicht entstanden wäre. Das Kunstwerk bleibt. Und wenn es als Denk-Mal zum Innehalten über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft genutzt wird, ist es das Geld wirklich wert.
Bakum is moving, moving …
Dienstag, 16. Juni, 2009 by Schorsch
Ganz Bakum war am 15. und 16. Juni in Bewegung. Ganz Bakum? Natürlich nicht. Aber die St. Johannes-Schule. Dort wurden die “Projekttage Mobilität“. Als Nachbar erfuhr ich einige Tage vorher, dass so etwas sich ereignen würde. Da der sonst als Lehrerparkplatz genutzte Rathausplatz hierfür genutzt werden würde, wurde mir auch angekündigt, dass die Lehrer nun auf unserem Parkplatz einen Ruheort ihres Gefährtes suchen würden.
Obwohl morgens zunächst alles ruhig schien war doch in Bakum einiges anders. Der Kapellenweg war im Bereich Sprachheilkindergarten / Evangelische Kirche gesperrt. Und bei uns auf dem Parkplatz ging auch um 08:00 Uhr nichts mehr. Es war kein Platz mehr für Gäste frei, denn auch die Kunden benötigen einen bequemen Parkplatz.
Nicht nur als Lehrerparkplatz sondern auch als Boxengasse für die Jugendlichen Mofa- und Rollerpiloten diente unser Platz. Mit einem freundlichen Begrüßungshinweis an die jungen Rennstars, “Freunde, denkt dran, hier ist keine Raucherecke und nehmt Euren Müll mit”, machte ich mich gleich bemerkbar. Die Jungs grüßten freundlich zurück: “Klar, geht in Ordnung, wir machen kein Dreck!” -
Danach bereiteten sie ihre Gefährte für das Training vor, welches gleich um die Ecke auf dem Schulhof stattfand. Zum Video ….
Schorsch auf dem Volksfest
Donnerstag, 11. Juni, 2009 by SchorschDrei Tage fotografieren und feiern stand auf dem Programm beim Bakumer Volksfest. Um die 1000 Bilder sind entstanden, wovon ich etliche online gestellt habe …
Dieses hübsche Bild von mir bei der Arbeit hat jemand mir danach freundlicherweise zu gesandt. Danke noch mal!
Waldemar lebt noch
Sonntag, 10. Mai, 2009 by SchorschIch war seit längerem mal wieder in meiner alten Heimatstadt Oldenburg. Die Stadt pulsierte. In der Fußgängerzone, übrigens die erste dieser Art in Deutschland,strömten die Massen im Samstagsnachmittagsbummel. Die Straßencafes am Markt waren bei dem schönen Wetter bis zum letzten Platz besetzt. Alte Geschäfte hatten aufgegeben, viele neue Kettenläden waren neu. Kurzum, Oldenburg hat sein Gesicht komplett verwandelt.
Nur ein altbekanntes Gesicht begegnete mir wieder: Waldemar. Seit fast 30 Jahren oder mehr (?) ist Waldemar das Oldenburger Orginal. Auch gestern spielte er wie schon vor zig Jahren. Waldemar kennt keinen Griff auf seiner Gitarre, er singt grausam, aber mit ihm ist Oldenburg einfach liebenswert. Hier ein Video von ihm:
Und nun schnell ein Bandfoto …
Donnerstag, 9. April, 2009 by Schorsch
Die Bakum Blues Band tritt in diesem Jahr wieder ins große Bühnenlicht. Zwei Termine stehen auf jeden Fall schon fest. Auf dem Stoppelmarkt und in Vechta ist die Band live zu sehen. Da muss nun endlich auch wieder ein ordentliches Pressefoto von der Band in neuer Zusammensetzung vorhanden sein. Es wird schließlich für die Werbung gebraucht.
Kein Problem für die Band. Der schwarze Bühnenvorhang wird einfach über die Mauer gehängt. Davor räkelt sich die Band. Fotografin Mechthild hat allerdings Mühe, die Kamera vor Lachen ruhig zu halten. “Sagt mal “Cheese!”, fordert sie uns Jungs heraus, mal nicht so dumpf aus der Wäsche zu gucken. Nach vierzehn Versuchen und 10 Minuten ist alles klar. Eins von den Bildern wird schon okay sein.
Alex, unser Neuling, ist erstaunt: “Bei meiner alten Band war dies ein Krampf. Wir haben dreieinhalb Stunden für das Bandfoto gebraucht, welches trotzdem bescheiden war.” Soviel Zeit braucht Bakum Blues Band dafür nicht. Denn man wollte schnell zur Bratwurst greifen und anschließend zur Bandprobe schreiten. Es gibt halt wichtigeres im Bandleben …
Tafel für Hunde
Dienstag, 7. April, 2009 by SchorschFür Menschen gibt es sie schon länger: Die Tafeln. Lebensmittel gibt es zwar in Überfluss, die Zahl der Leute, die sich dies nicht mehr leisten können, wächst immer mehr an. Auch in unserer sonst wohlhabenden Region Südoldenburg. Tafelorganisationen sorgen dafür, dass Essen dort hinkommt, wo es hingehört. Den Rest des Beitrags lesen »
Cyber-Mobbing ist nicht irgendwo
Montag, 2. März, 2009 by SchorschGehört hat man es schon mal: Cyber-Mobbing. Sicher jeder ist mal als Kind bedrängt, beleidigt und und angegriffen werden. Auch unter Erwachsenen kommt das vor.
Wenn dies zum Dauerzustand wird, also den ganzen Tag von seinen Mitmenschen angegriffen wird, nennt man dies Mobbing. Ein ideales Mittel dazu ist das Internet. Auch in unserem Südoldenburg ist es laut einem Bericht der Oldenburgischen Volkszeitung modern geworden, aus dem Hinterhalt des Netzes anonym und geschützt andere Menschen zu beleidigen. Den Rest des Beitrags lesen »


